Wie Tapiokaperlen Ihren Gaumen erobern

Wenn man über die Geschichte des Milchtee-Exports in den Nahen Osten spricht, darf ein Ort nicht fehlen: der Dragon Mart in Dubai. Der Dragon Mart ist das weltweit größte Handelszentrum für chinesische Waren außerhalb des chinesischen Festlands. Er umfasst derzeit über 6.000 Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen sowie 8.200 Parkplätze. Hier werden Haushaltsgeräte, Möbel, Elektronikartikel und Haushaltswaren aus China importiert. Jährlich besuchen ihn über 40 Millionen Kunden. Mit dem wachsenden Erfolg des Dragon Mart und der International City in Dubai entstanden zahlreiche chinesische Restaurants und Milchtee-Läden. Da immer mehr chinesische Unternehmen Niederlassungen und Büros in Dubai eröffneten, setzte ein regelrechter Milchtee-Exportboom ein. Die weltweite Popularität des chinesischen Milchtees zeigt sich auch in Dubai, der internationalen Metropole, in vollem Umfang.

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Auch in anderen Teilen des Nahen Ostens, insbesondere in den größeren Städten, sieht man Einheimische chinesischen Milchtee trinken, und die Zahl der Bubble-Tea-Läden wächst stetig. 2012 führte Imtiaz Dawood, der aus Kanada zurückgekehrt war, in Katar die in Amerika erlernte Zubereitungsmethode für chinesischen Milchtee ein und eröffnete den ersten Bubble-Tea-Laden des Landes. 2022 expandierte die taiwanesische Teemarke „Xiejiaoting“ nach Kuwait, einem wichtigen Ölförderland im Nahen Osten, und eröffnete drei Filialen an bekannten Orten wie dem Lulu Hayper Market. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo die ersten Bubble-Tea-Läden entstanden, findet man die „Perlen“ mittlerweile in fast allen Buffets, Restaurants und Teehäusern. „Wenn ich traurig bin, muntert mich ein Becher Bubble Tea immer auf. Es macht einfach Spaß, zu erleben, wie die Perlen im Mund zerplatzen. Dieses Gefühl habe ich bei keinem anderen Getränk“, sagt Joseph Henry, ein 20-jähriger Student aus Sharjah.

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Die Menschen im Nahen Osten hegen eine große Vorliebe für Süßes. Auch chinesischer Milchtee im Nahen Osten ist mittlerweile süßer, um der Marktnachfrage gerecht zu werden. Da der Nahe Osten größtenteils islamisch geprägt ist, muss neben dem Geschmack auch den religiösen Speisevorschriften besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. In der gesamten Lebensmittelversorgungskette nahöstlicher Restaurants müssen Hygiene- und Sicherheitsstandards eingehalten werden, von der Beschaffung über den Transport bis hin zur Lagerung. Die Vermischung von Halal- und Nicht-Halal-Lebensmitteln in irgendeiner Phase der Lieferkette stellt gemäß dem saudischen Lebensmittelgesetz einen Verstoß gegen islamisches Recht dar.

 

Die Vorliebe für Süßes hat im Nahen Osten eine lange und ungebrochene Tradition. Nun bringt Milchtee aus China den Menschen im Nahen Osten eine neue Art von Genuss.

 

Tapiokaperlen: https://www.yumartfood.com/boba-bubble-milk-tea-tapioca-pearls-black-sugar-flavor-product/


Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2024